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28.06.2016 17:39 Alter: 3 yrs

Symposium Umfrageforschung in Österreich

Vernetzung, Austausch, Weiterentwicklung am 11. November 2016 an der Universität Wien


Die Plattform für Umfragen, Methoden und empirische Analysen – PUMA (www.puma-plattform.at) veranstaltet am 11. November 2016 an der Universität Wien eine interdisziplinäre Tagung zum Thema „Umfrageforschung in Österreich“.


Das Symposium richtet sich an ForscherInnen (auch an Master- und PhD-Studierende) und PraktikerInnen im Bereich der Umfrageforschung sowie Interessierte, die gemeinsam über aktuelle Herausforderungen, methodische Fragen sowie Divergenzen und potenzielle Kooperationen zwischen universitärer Umfrageforschung, Markt- und Meinungsforschung sowie amtlicher Statistik diskutieren und sich zwischen Praxis und Wissenschaft austauschen möchten.

Der Fokus liegt dabei vor allem auf den Herausforderungen, die sich im Bereich der Qualität von Umfragen ergeben – ein Thema, das in der jüngsten Vergangenheit insbesondere im Feld der Wahlforschung bzw. Wahlprognosen heftig diskutiert wurde.

Um ein möglichst breites Spektrum von Beiträgen in den Panels anbieten zu können, laden wir interessierte Personen aus der Praxis (Markt- und Meinungsforschung sowie amtliche Statistik) sowie aus den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen (Politikwissenschaft, Soziologie, Publizistik, Wirtschaftswissenschaften etc.), die sich über ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse mit Personen aus der Praxis austauschen und auseinandersetzen möchten, ein, sich mit einem kurzen Abstract für eines der drei unten genannten Panels zu bewerben. Die Abstracts für die Bewerbung um etwa zehnminütige Präsentationen bei der Konferenz sollen Thema, Relevanz, Forschungsfrage, empirische Analysen etc. sowie das gewünschte Panel beinhalten.

 

Folgende Panels sind für das Symposium vorgesehen:

Panel 1: Mehr Effizienz bei gleicher Qualität? Erhebungsvorbereitung – Stichproben und Design

Große Umfragen brauchen in Zeiten knapper finanzieller Ressourcen und gleichbleibend hoher Qualitätsansprüche besondere Optimierungen bei Design und Sampling. PUMA lädt zur Einsendung von Abstracts auf, die sich mit verschiedenen Fragen zur Qualität in der Vorbereitung von Umfragen auseinandersetzen.

Das Panel ist an einer breiten Themenpalette interessiert und kann sowohl theoretische als auch empirische Beiträge beinhalten.

Mögliche aber nicht ausschließliche Frage-/Themenstellungen betreffen z.B. aktuelle Trends und neue Verfahren der Stichprobenziehung sowie damit verbundene Fragen der Qualität von Stichproben; neue Surveydesigns, die Effizienz und Qualität sicherstellen; Fragen der Incentivierung und deren Einfluss auf die Qualität von Stichproben; sowie die Stichprobenziehung für schwer erreichbare und rekrutierbare Zielgruppen wie z.B. Jugendliche oder MigrantInnen.

 

Panel 2: Qualität der Erhebungsinstrumente – Pretesting

Pretesting zählt zu den standardmäßig einzusetzenden Mechanismen zur Qualitätssicherung von Umfragen. Während verschiedene Methoden und Techniken wie kognitive Interviews, Pilotbefragungen etc. zur Testung und Qualitätssicherung von Erhebungsinstrumenten zur Verfügung stehen, wird das Prestesing nicht durchwegs als eigenständige und systematisch durchzuführende Aufgabe und Phase im Rahmen von Umfrageprojekten angesehen.

Das Panel nimmt die Frage als Ausgangspunkt, welchen Beitrag systematisches und qualitativ hochwertiges Pretesten zu Effizienz und Qualität von Umfrageforschung leistet.

In diesem Sinne freuen wir uns über Abstracts zu theoretischen und/oder empirischen Papers, die sich etwa mit Pretesting bei internationalen Studien (z.B. Share, ESS, …), Lücken und Widersprüche zwischen Theorie und Praxis des Pretestings (Beispiele aus der Forschung) oder auch neuen Verfahren und Methoden beschäftigen.

 

Panel 3: Umfragedurchführung und -auswertung: Herausforderungen & Chancen

Die Durchführung von Umfragen in Österreich ist zunehmend mit neuen Herausforderungen konfrontiert: Zum einen sinkt die Bereitschaft von Menschen, an Umfragen teilzunehmen, seit Jahren stetig, wodurch höhere Kosten und potenzielle Verzerrungen durch vermehrte Incentivierungen entstehen. Zum anderen ändern sich die Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme und Durchführung von Surveys in Zeiten von Smartphones, Tablets und zurückgehender Festnetzanschlüsse bzw. Telefonbucheinträge rasant.

Technische Neuerungen stellen für die Umfrageforschung in Österreich zugleich Herausforderungen und Chancen zur Weiterentwicklung dar. Auch die Prognosefähigkeit etwa von Wahlumfragen stellt eine aktuelle Schwierigkeit dar.

Mit dieser Ambivalenz setzt sich dieses Panel kritisch auseinander. Wir sind an einer breiten Themenpalette interessiert, in welcher u.a. Papers zur Problematik von Wahlprognosen basierend auf Umfragen, Änderungen durch technischen Wandel (vom Festnetzanschluss zur Smartphone-Umfrage) oder neue Anforderungen an die Auswertung und Aussagekraft von Umfragen ihren Platz finden.

 

Einreichung:
Abstracts (ca. 250-300 Wörter) sind bis 1.7.2016 einzureichen an katharina.goetsch@univie.ac.at. Die Benachrichtigung über die Aufnahme erfolgt bis 1.8.2016.